Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,
die Friedrich-Ebert-Stiftung führt in Kooperation mit dem Bündnis Zukunft & Zusammenhalt einen Workshop zu den Zukunftsperspektiven in Sachsen durch.
Wie bereits im Aufruf zur Bündnisgründung am 27. Mai 2010 angekündigt, soll durch die Initiative der BündnisunterstützerInnen eine gesellschaftliche Debatte initiiert werden. In der Diskussion soll es um Ideen und Perspektiven des gesellschaftlichen Lebens in Sachsen gehen. Dabei werden unter anderem folgende Punkte zum Tragen kommen:
Ergänzend sollen die derzeit vorgebrachten Argumente der Landesregierung betrachtet und entkräftet sowie entsprechende Reaktionen entwickelt werden.
Auf dem Workshop sind daher zwei Arbeitsgruppen geplant:
Um eine möglichst breite Debatte zu ermöglichen, laden wir Sie/ Euch herzlich ein, in einem der beiden Arbeitsgruppen mit zu diskutieren.
Datum: 07. September Zeit: 09.30 Uhr bis 17.00 Uhr
Ort: Gebäude (Baracke) des Studentenrat der TU Dresden, (diese befindet sich hinter dem Hörsaalzentrum – nähere Infos unter http://www.stura.tu-dresden.de/wegbeschreibung )
Moderation: Melanie Hörenz (Kulturbüro Dresden e.V.)
Um die Teilnehmerzahl kalkulieren zu können, bitten wir um vorherige Anmeldung.
Anmelden können Sie sich unter http://www.doodle.com/3rqxuyfxustkpaq7 oder direkt bei Michael Moschke unter michaelmoschke@stura.tu-dresden.de.
Wir freuen uns über eine rege Teilnahme und einen konstrutiven Diskurs!
Für Rücksprachen steht Ihnen Michael Moschke unter michaelmoschke@stura.tu-dresden.de zur Verfügung.
Im Auftrag des Organisationsteams
Daniela Skrbek (Landesarbeitsgemeinschaft Mobile Jugendarbeit e.V.)
Die sächsische FDP macht in diesem Jahr eine Sommertour durch Sachsen und will dabei mit den Bürgern ins Gespräch kommen. Nutzen Sie daher die Möglichkeit, mit den Abgeordneten über die Auswirkungen der geplanten Kürzungen im Sozial-, Bildungs- und Kulturbereich zu diskutieren. Es bietet sich die Chance, durch konkrete Beispiele aufzuzeigen, was die Folgen des derzeitigen Kürzungskurses in den Wahlkreisen sein werden oder bereits sind.
Die FDP Landtagsabgeorneten können Sie noch an den folgenden Orten treffen:
Mittwoch, 28.07.2010 10.00 – 15.00 Uhr Wurzen, Jacobsplatz
Donnerstag, 29.07.2010 09.00 – 14.00 Uhr Eilenburg, Marktplatz/Unter den Linden
Freitag, 30.07.2010 09.00 – 13.00 Uhr Radeberg, Rathaus-Vorplatz
Freitag, 30.07.2010 14.30 – 18.00 Uhr Radebeul, Altkötzschenbroda
Samstag, 31.07.2010 12.30 – 18.00 Uhr Dresden, Schillerplatz
Montag, 02.08.2010 11.00 – 18.00 Uhr Zittau, Neustadt/Am Herkulesbrunnen
Dienstag, 03.08.2010 10.00 – 18.00 Uhr Weißwasser, Stadtstrand Hotel Kristall
Mittwoch, 04.08.2010 11.00 – 18.00 Uhr Döbeln, Obermarkt
Donnerstag, 05.08.2010 13.00 – 18.00 Uhr Limbach-Oberfrohna, Johannisplatz
Freitag, 06.08.2010 11.00 – 17.00 Uhr Freital, Bahnhof Potschappel
Samstag, 07.08.2010 14.00 – 18.00 Uhr Leipzig, Willy-Brandt-Platz
Nutzen Sie Ihre Chance – diskutieren Sie mit den Abgeordneten direkt!
Da die CDU leider keine Sommertour macht, nutzen Sie die Bürgersprechstunden Ihrer Abgeordneten! Die Termine der Bürgersprechstunden können Sie jeweils bei ihrem Landtagsabgeordneten erfahren oder direkt über die Fraktion.
Sehr geehrte Besucherinnen und Besucher,
die neue Website wird in Kürze online gehen und bietet Ihnen die Möglichkeiten Ihre Aktionen und Positionen zu präsentieren. Das Angebot wird vorraussichtlich Mitte August zu Verfügung stehen.
Sie können uns bereits jetzt Informationen zu geplanten Aktivitäten zukommen lassen. Zudem sammeln wir auch Ihre Positionen zu den Auswirkungen der geplanten Kürzungen.
Schicken Sie eine Mail an info@zukunftundzusammenhalt.de
Gerne nehmen wir auch Ihre Ideen und Hinweise auf.
Das nächste Treffen des Organisationskreises findet am 22. Juli um 9.30 Uhr in Dresden statt. Bei Interesse melden Sie sich bitte hier an.
Fachtag diskutiert Rahmenbedingungen frühkindlicher Bildung
Am Samstag, dem 19. Juni, folgten 130 Erzieherinnen und Erzieher der Einladung zum Kita-Fachtag ‘Was Weltentdecker brauchen’, veranstaltet von der Liga der Freien Wohlfahrtspflege. Im Deutschen Hygiene-Museum in Dresden hielt dazu der international anerkannte Bildungsexperten Prof. Dr. Wasilos Ftenakis einen Vortrag. Zudem gab es eine Diskussionsrunde mit Vertretern aus Politik, Wohlfahrtspflege, Wissenschaft und Kinderbetreuung.
In seinem knapp einstündigen Referat hob Prof. Dr. Ftenakis den besonderen Stellenwert der frühkindlichen Bildung im Entwicklungsprozess eines Menschen hervor. Die Ausbildung von Fähigkeiten, Stärken und Kompetenzen fänden in keinem Alter derart stark statt, wie es bei Unterdreijährigen der Fall sei. Davon ausgehend äußerte sich Ftenakis kritisch zur Ausrichtung des Bildungssystems in der Bundesrepublik. Es orientiere sich noch immer am Bildungsmuster der Industriegesellschaft und trage somit den Anforderungen des 21. Jahrhunderts nicht Rechnung. Dies spiegle sich auch in der finanziellen Ausstattung der einzelnen Bildungsbereiche wieder, bei der die frühkindliche Bildung hinter der schulischen zurückliegt. So sei zum einen die Umsetzung eines besseren Personalschlüssels ein wichtiger Aspekt, zum anderen aber auch die Anpassung der Ausbildung des Personals an die neuen Herausforderungen notwendig. Auch wenn Sachsen mit dem Bildungsplan bereits einen richtigen Weg gehe, seien die Schritte zu klein: Man müsse aufpassen, dass man langfristig nicht ins Hintertreffen gerate.
Nach dem Vortrag gab es eine Diskussionsrunde über die gegenwärtige Situation in Sachsen. Arnfried Schlosser vom Sächsischen Ministerium für Kultus unterstrich den sächsichen Bildungsplan als wichtiges Element zur Entwicklung des Bildungssystems in Sachsen. Durch die Evaluation der Ergebnisse aus den vergangenen Jahren arbeite man stets an dessen Weiterwicklung. Dem setzte der Landtagsabgeordnete Alexander Krauß (CDU) entgegen, dass auf Grund der angespannten Haushaltslage im Freistaat die Handlungsmöglichkeiten leider einschränkt seien. Er lobte jedoch die Kita-Kampagne als gelungenes Mittel, um allen Landtagsabgeordneten die Bedeutung des Betreuungsschlüssels nahe zu bringen. Die Zwickauer Oberbürgermeisterin Pia Findeiß betonte die Notwendigkeit, dass die Kommunen als starke Steuerungseinheiten im Bereich der frühkindlichen Bildung auftreten müssen. An den Freistaat gerichtet sprach sie sich für eine angemessene finanzielle Ausstattung aus, damit man dieser Aufgabe auch nachkommen könne. Auch die Liga-Vorsitzende Beate Hennig machte sich daraufhin noch einmal für die Forderung nach einem besseren Personalschlüssel in Sachsens Kitas stark. Finanzpolitische Aspekte dürften nicht die Zukunft der Kinder gefährden und alleiniges Maß des Handelns sein. Marion von zu Gathen von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege äußerte sich dahingehend, dass es noch keine Studien gebe, die einen bundesweiten Überblick zu den Rahenbedingungen frühkindlicher Bildung ermöglichten. Hier sei Nachholbedarf gegeben – das nütze auch der sächsischen Entwicklung.
Neben der fachlichen Ausrichtung des Fachtages und der Forderung nach einem verbesserten Betreuungsschlüssel wollte die Veranstaltung zudem einen Beitrag zur Diskussion im Rahmen des Bündnisses „Zukunft & Zusammenhalt“ leisten.
In diesem Zusammenhang gilt es festzuhalten, dass die frühkindliche Bildung für die Sicherung der Zukunft Sachsens eine entscheidende Rolle spielt. Sie erkennt und fördert Potentiale, die die Entwicklung interessierter und kompetenter junger Menschen zur Folge haben. Ferner wird auf diese Weise der gesellschaftliche Zusammenhalts gestärkt, denn bereits im frühen Kindesalter werden die Grundlagen für soziales und demokratisches Handeln gelegt, was auch der Referent Prof. Dr. Ftenakis bekräftigte.
10.000 Teilnehmer folgten am 16. Juni dem Aufruf “Wir sind mehr wert!” und kamen vor den Sächsischen Landtag in Dresden. Sie sprachen sich damit gegen die Kürzungspläne der Staatsregierung in den Bereichen Soziales, Bildung und Kultur aus. Die Organisatoren bewerten den Verlauf der Veranstaltung als Erfolg und bedanken sich bei allen Beteiligten. Es wurde gezeigt, dass man gemeinsam friedlich für eine Sache eintreten kann.
Kleine Presseschau (zur Ansicht bitte anklicken):
“Zukunft und Zusammenhalt – Das Bündnis für ein soziales Sachsen” hat sich am 27.05. in der Evangelischen Hochschule Dresden gegründet. Mit 100 Vertretern aus Gewerkschaften, Sozialverbänden, Studierendenvertretungen u.a., wurde damit eine Breite erreicht, die für Sachsen neu ist. Lasses Sie uns diese Welle der Solidarität nutzen, um in einem langfristig angelegten Bündnis eine gesellschaftliche Debatte anzuregen: Wie wollen wir in Sachsen leben?
Die Webseite befindet sich derzeit noch im Aufbau. In Kürze finden Sie hier detailierte Informationen über Aktivitäten und Veranstaltungen, die sich mit den Kürzungen im Sozial-, Bildungs- und Kulturbereich befassen.
Sie organsieren derzeit selber eine Informations- oder Protestveranstaltung? Senden Sie bitte eine Email an info@zukunftundzusammenhalt.de, damit wir auf der Website darauf hinweisen können.
Bitte besuchen Sie uns in den nächsten Tagen wieder.
Offizielle Pressemitteilung zur Bündnisgründung
Breite Unterstützung für Bündnis „Zukunft & Zusammenhalt“
Kritik aus der CDU nicht gerechtfertigt
Am Donnerstag trafen sich rund 100 Vertreter aus dem Sozial-, Bildungs- und Kulturbereich in der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit und gründeten das Bündnis „Zukunft & Zusammenhalt“. Das Bündnis möchte auf die entstehenden Missstände hinweisen, die durch eine Fortsetzung der derzeitigen Kürzungspolitik entstehen. Es geht ferner um eine Vernetzung der sachsenweit geplanten Aktivitäten gegen weitere Kürzungen und den Anstoß eines gesellschaftlichen Diskurses über die Zukunft von Leben und Arbeiten in Sachsen.
Beate Hennig, Vorsitzende der Liga der Freien Wohlfahrtspflege, betonte in ihrem Redebeitrag, den notwendigen Erhalt der Teilhabe- und Chancengerechtigkeit im Freistaat. Die Staatsregierung müsse endlich eine klare Prioritätensetzung für ein Miteinander im Freistaat vornehmen.
Wenke Trumpold, Geschäftsführerin des Kinder- und Jugendring Sachsen, unterstrich noch einmal die Bedeutung der Jugendarbeit für Sachsen. Die Fachkräfte und Leistungsträger von morgen müssten heute schon eine gute Förderung erfahren, damit in Sachsen auch zukünftig Höchstleistungen erbracht werden können.
Der Sprecher der Konferenz Sächsischer Studierendenschaften, Michael Moschke, kritisierte die Debatte um Kürzungen im Bildungsbereich. Bereits jetzt seinen die Hochschulen unterfinanziert. Anstatt viel Geld in die teure Imagekampagne „Pack dein Studium in Sachsen“ zu stecken, solle die Staatsregierung die Gelder besser direkt in die Bildung investieren.
Sachsens DGB-Vorsitzende Iris Kloppich, sprach sich für den im Bündnisaufruf formulierten Diskurs über die zukünftige Gestaltung der Gesellschaft aus. Von der Staatsregierung erwarte Sie nun endlich Konzepte für das zukünftige Regierungshandeln.
Ein Sprecher des Bündnisses wies die aus der CDU-Fraktion vorgebrachten Vorwürfe „ein Bündnis der Besitzstandswahrer“ zu gründen zurück. Es sei traurig, dass dies so gesehen werde. Dem Bündnis gehe es jedoch darum, die Auswirkungen der Kürzungen für die Menschen in Sachsen aufzuzeigen. Es sei zudem beschämend, dass Bildungs- und Sozialbereich immer wieder um ihre Existenzberechtigung kämpfen müssen, obwohl dort entscheidende Leistungen für die Gesellschaft erbracht würden. Wenn die Regierung immer wieder die Bedeutung von Investitionen für die Zukunft hervorhebt, müsse sie jetzt erkennen, dass Kultur, Bildung und Soziales dazugehören. Wer nicht nur auf kurzfristige Effekte aus ist, sondern langfristig und nachhaltig denkt, komme um diesen Fakt nicht herum.
Am 16. Juni werden sich die Unterstützer von „Zukunft & Zusammenhalt“ der Demonstration in Dresden anschließen, um sich für ein soziales Sachsen einzusetzen. Ab 17.00 Uhr soll eine Kundgebung vor dem Landtag stattfinden.
Nähere Informationen zum Bündnis finden Sie in auf www.zukunftundzusammenhalt.de.
Bei Fragen:
Thomas Neumann, Pressesprecher PARITÄTISCHER Sachsen
Tel: 0351/ 49 166 54, Mobil: 0175/ 26 76 137, E-Mail: thomas.neumann@parisax.de
Hier finden Sie zeitnah aktualisiert, das Presseecho und Pressemitteilungen der Landtagsfraktionen sowie anderer Organisationen zur Bündnisgründung:
Freie Presse: Bündnis weist Kritik aus CDU-Fraktion zurück
Sächsische Zeitung Online: Bündnis für Soziales Sachsen gegründet
Neues Deutschland: Bündnis will den Rasenmäher stoppen
AD-HOC News: Bündnis weist Kritik aus CDU-Fraktion zurück
Bild.de: Bündnis für soziales Sachsen soll entstehen
Kinder und Jugendring Sachsen e. V.: Bündnis Zukunft und Zusammenhalt gegründet
SPD Fraktion Sachsen: Bündnisbildung: Beschimpfungen sind unsozial und nicht zu tolerieren
AD-HOC News: CDU Fraktion kritisiert neues Sozialbündnis
Bild.de: Bündnis für soziales Sachsen löst Debatte aus
CDU-Fraktion Sachsen: Forderung nach mehr Geld ist unrealistisch
Linke Fraktion Sachsen: CDU-Sozialpolitiker blamiert sich mit Angriff auf Sozialbündnis
Organisationen, Vereine, Einzelpersonen die den Aufruf unterstützen wollen, bitten wir eine E-Mail an info@zukunftundzusammenhalt.de zu schicken oder klicken Sie hier.
Bündnis-Gründung, Vorstellung von Björn Redmann bei der Bündnis Gründung am 27.05.2010
Erläuterung des Bündnisses
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe KollegInnen,
liebe Betroffene der Kürzungen,
ich will kurz für die Koordinierungsgruppe darstellen, was dieses Bündnis ist, was es nicht ist und was es werden will.
Wir sind seit vielen Wochen mit der Bildung des Bündnisses beschäftigt. Einiges ist noch unklar. Was klar ist, will ich Ihnen vorstellen.