Einladung zum Workshop: Zukunftsperspektiven in Sachsen

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,

die Friedrich-Ebert-Stiftung führt in Kooperation mit dem Bündnis Zukunft & Zusammenhalt einen Workshop zu den Zukunftsperspektiven in Sachsen durch.

Wie bereits im Aufruf zur Bündnisgründung am 27. Mai 2010 angekündigt, soll durch die Initiative der BündnisunterstützerInnen eine gesellschaftliche Debatte initiiert werden.  In der Diskussion soll es um Ideen und Perspektiven des gesellschaftlichen Lebens in Sachsen gehen. Dabei werden unter anderem folgende Punkte zum Tragen kommen:

  • Visionen eines sozialen Sachsens,
  • Argumentationslinien gegen die finanziellen „Totschlagargumente“ der Regierungskoalition,
  • Zusammenstellung konkreter Beispiele für die Folgen der aktuellen und perspektivischen Sozial- und Bildungspolitik,
  • Erarbeiten von Zusammenhängen derzeitiger Fehlentscheidungen durch die Politik und den zunehmend schwierigen Lebens- und Zukunftsperspektiven nachfolgender Generationen,
  • Herausstellung der Notwendigkeit professioneller, an Standards und wissenschaftlichen Erkenntnissen ausgerichteten, Sozial- und Bildungsarbeit als Fundament einer lebenswerten Gesellschaft sowie die zur Verfügungstellung entsprechender Ressourcen und Rahmenbedingungen durch die Politik.

Ergänzend sollen die derzeit vorgebrachten Argumente der Landesregierung betrachtet und entkräftet  sowie entsprechende Reaktionen entwickelt werden.

Auf dem Workshop sind daher zwei Arbeitsgruppen geplant:

  1. Argumentationslinien gegen die finanziellen „Totschlagargumente“ der Regierungskoalition,
  2. Zusammenstellung konkreter Beispiele für die Folgen der aktuellen und perspektivischen Sozial- und Bildungspolitik, Erarbeiten von Zusammenhängen derzeitiger Fehlentscheidungen durch die Politik und den zunehmend schwierigen Lebens- und Zukunftsperspektiven nachfolgender Generationen,

Um eine möglichst breite Debatte zu ermöglichen, laden wir Sie/ Euch herzlich ein, in einem der beiden Arbeitsgruppen mit zu diskutieren.

Datum: 07. September Zeit: 09.30 Uhr bis 17.00 Uhr
Ort: Gebäude (Baracke) des Studentenrat der TU Dresden, (diese befindet sich hinter dem Hörsaalzentrum – nähere Infos unter http://www.stura.tu-dresden.de/wegbeschreibung )

Moderation: Melanie Hörenz (Kulturbüro Dresden e.V.)

Um die Teilnehmerzahl kalkulieren zu können, bitten wir um vorherige Anmeldung.

Anmelden können Sie sich unter http://www.doodle.com/3rqxuyfxustkpaq7 oder direkt bei Michael Moschke unter michaelmoschke@stura.tu-dresden.de.

Wir freuen uns über eine rege Teilnahme und einen konstrutiven Diskurs!

Für Rücksprachen steht Ihnen Michael Moschke unter michaelmoschke@stura.tu-dresden.de zur Verfügung.

Im Auftrag des Organisationsteams

Daniela Skrbek (Landesarbeitsgemeinschaft Mobile Jugendarbeit e.V.)

Chance nutzen – mit Landtagsabgeordneten diskutieren!

Die sächsische FDP macht in diesem Jahr eine Sommertour durch Sachsen und will dabei mit den Bürgern ins Gespräch kommen. Nutzen Sie daher die Möglichkeit, mit den Abgeordneten über die Auswirkungen der geplanten Kürzungen im Sozial-, Bildungs- und Kulturbereich zu diskutieren. Es bietet sich die Chance, durch konkrete Beispiele aufzuzeigen, was die Folgen des derzeitigen Kürzungskurses in den Wahlkreisen sein werden oder bereits sind.

Die FDP Landtagsabgeorneten können Sie noch an den folgenden Orten treffen:

Mittwoch, 28.07.2010         10.00 – 15.00 Uhr     Wurzen, Jacobsplatz
Donnerstag, 29.07.2010     09.00 – 14.00 Uhr     Eilenburg, Marktplatz/Unter den Linden
Freitag, 30.07.2010             09.00 – 13.00 Uhr     Radeberg, Rathaus-Vorplatz
Freitag, 30.07.2010             14.30 – 18.00 Uhr     Radebeul, Altkötzschenbroda
Samstag, 31.07.2010            12.30 – 18.00 Uhr     Dresden, Schillerplatz
Montag, 02.08.2010             11.00 – 18.00 Uhr     Zittau, Neustadt/Am Herkulesbrunnen
Dienstag, 03.08.2010           10.00 – 18.00 Uhr     Weißwasser, Stadtstrand Hotel Kristall
Mittwoch, 04.08.2010         11.00 – 18.00 Uhr     Döbeln, Obermarkt
Donnerstag, 05.08.2010     13.00 – 18.00 Uhr     Limbach-Oberfrohna, Johannisplatz
Freitag, 06.08.2010              11.00 – 17.00 Uhr     Freital, Bahnhof Potschappel
Samstag, 07.08.2010           14.00 – 18.00 Uhr     Leipzig, Willy-Brandt-Platz

Nutzen Sie Ihre Chance – diskutieren Sie mit den Abgeordneten direkt!

Da die CDU leider keine Sommertour macht, nutzen Sie die Bürgersprechstunden Ihrer Abgeordneten! Die Termine der Bürgersprechstunden können Sie jeweils bei ihrem Landtagsabgeordneten erfahren oder direkt über die Fraktion.

Erweitertes Onlineangebot startet in Kürze

Sehr geehrte Besucherinnen und Besucher,

die neue Website wird in Kürze online gehen und bietet Ihnen die Möglichkeiten Ihre Aktionen und Positionen zu präsentieren. Das Angebot wird vorraussichtlich Mitte August zu Verfügung stehen.

Sie können uns bereits jetzt Informationen zu geplanten Aktivitäten zukommen lassen. Zudem sammeln wir auch Ihre Positionen zu den Auswirkungen der geplanten Kürzungen.

Schicken Sie eine Mail an info@zukunftundzusammenhalt.de

Gerne nehmen wir auch Ihre Ideen und Hinweise auf.

Das nächste Treffen des Organisationskreises findet am 22. Juli um 9.30 Uhr in Dresden statt. Bei Interesse melden Sie sich bitte hier an.

“Was Weltentdecker brauchen”

Fachtag diskutiert Rahmenbedingungen frühkindlicher Bildung

Am Samstag, dem 19. Juni, folgten 130 Erzieherinnen und Erzieher der Einladung zum Kita-Fachtag ‘Was Weltentdecker brauchen’, veranstaltet von der Liga der Freien Wohlfahrtspflege. Im Deutschen Hygiene-Museum in Dresden hielt dazu der international anerkannte Bildungsexperten Prof. Dr. Wasilos Ftenakis einen Vortrag. Zudem gab es eine Diskussionsrunde mit Vertretern aus Politik, Wohlfahrtspflege, Wissenschaft und Kinderbetreuung.

In seinem knapp einstündigen Referat hob Prof. Dr. Ftenakis den besonderen Stellenwert der frühkindlichen Bildung im Entwicklungsprozess eines Menschen hervor. Die Ausbildung von Fähigkeiten, Stärken und Kompetenzen fänden in keinem Alter derart stark statt, wie es bei Unterdreijährigen der Fall sei. Davon ausgehend äußerte sich Ftenakis kritisch zur Ausrichtung des Bildungssystems in der Bundesrepublik. Es orientiere sich noch immer am Bildungsmuster der Industriegesellschaft und trage somit den Anforderungen des 21. Jahrhunderts nicht Rechnung. Dies spiegle sich auch in der finanziellen Ausstattung der einzelnen Bildungsbereiche wieder, bei der die frühkindliche Bildung hinter der schulischen zurückliegt. So sei zum einen die Umsetzung eines besseren Personalschlüssels ein wichtiger Aspekt, zum anderen aber auch die Anpassung der Ausbildung des Personals an die neuen Herausforderungen notwendig. Auch wenn Sachsen mit dem Bildungsplan bereits einen richtigen Weg gehe, seien die Schritte zu klein: Man müsse aufpassen, dass man langfristig nicht ins Hintertreffen gerate.

Nach dem Vortrag gab es eine Diskussionsrunde über die gegenwärtige Situation in Sachsen. Arnfried Schlosser vom Sächsischen Ministerium für Kultus unterstrich den sächsichen Bildungsplan als wichtiges Element zur Entwicklung des Bildungssystems in Sachsen. Durch die Evaluation der Ergebnisse aus den vergangenen Jahren arbeite man stets an dessen Weiterwicklung. Dem setzte der Landtagsabgeordnete Alexander Krauß (CDU) entgegen, dass auf Grund der angespannten Haushaltslage im Freistaat die Handlungsmöglichkeiten leider einschränkt seien. Er lobte jedoch die Kita-Kampagne als gelungenes Mittel, um allen Landtagsabgeordneten die Bedeutung des Betreuungsschlüssels nahe zu bringen. Die Zwickauer Oberbürgermeisterin Pia Findeiß betonte die Notwendigkeit, dass die Kommunen als starke Steuerungseinheiten im Bereich der frühkindlichen Bildung auftreten müssen. An den Freistaat gerichtet sprach sie sich für eine angemessene finanzielle Ausstattung aus, damit man dieser Aufgabe auch nachkommen könne. Auch die Liga-Vorsitzende Beate Hennig machte sich daraufhin noch einmal für die Forderung nach einem besseren Personalschlüssel in Sachsens Kitas stark. Finanzpolitische Aspekte dürften nicht die Zukunft der Kinder gefährden und alleiniges Maß des Handelns sein. Marion von zu Gathen von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege äußerte sich dahingehend, dass es noch keine Studien gebe, die einen bundesweiten Überblick zu den Rahenbedingungen frühkindlicher Bildung ermöglichten. Hier sei Nachholbedarf gegeben – das nütze auch der sächsischen Entwicklung.

Neben der fachlichen Ausrichtung des Fachtages und der Forderung nach einem verbesserten Betreuungsschlüssel wollte die Veranstaltung zudem einen Beitrag zur Diskussion im Rahmen des Bündnisses „Zukunft & Zusammenhalt“ leisten.

In diesem Zusammenhang gilt es festzuhalten, dass die frühkindliche Bildung für die Sicherung der Zukunft Sachsens eine entscheidende Rolle spielt. Sie erkennt und fördert Potentiale, die die Entwicklung interessierter und kompetenter junger Menschen zur Folge haben. Ferner wird auf diese Weise der gesellschaftliche Zusammenhalts gestärkt, denn bereits im frühen Kindesalter werden die Grundlagen für soziales und demokratisches Handeln gelegt, was auch der Referent Prof. Dr. Ftenakis bekräftigte.

10.000 vor dem Sächsischen Landtag

10.000 Teilnehmer folgten am 16. Juni dem Aufruf “Wir sind mehr wert!” und kamen vor den Sächsischen Landtag in Dresden. Sie sprachen sich damit gegen die Kürzungspläne der Staatsregierung in den Bereichen Soziales, Bildung und Kultur aus. Die Organisatoren bewerten den Verlauf der Veranstaltung als Erfolg und bedanken sich bei allen Beteiligten. Es wurde gezeigt, dass man gemeinsam friedlich für eine Sache eintreten kann.

Kleine Presseschau (zur Ansicht bitte anklicken):

Freie Presse

Dresdener Neueste Nachrichten

Sächsische Zeitung

Leipziger Volkszeitung

Döbelner Allgemeine

Lausitzer Rundschau

Neues Deutschland

BILD Dresden

MDR

Dresden Fernsehen

DAS BÜNDNIS

“Zukunft und Zusammenhalt – Das Bündnis für ein soziales Sachsen” hat sich am 27.05. in der Evangelischen Hochschule Dresden gegründet. Mit 100 Vertretern aus Gewerkschaften, Sozialverbänden, Studierendenvertretungen u.a., wurde damit eine Breite erreicht, die für Sachsen neu ist. Lasses Sie uns diese Welle der Solidarität nutzen, um in einem langfristig angelegten Bündnis eine gesellschaftliche Debatte anzuregen: Wie wollen wir in Sachsen leben?

Die Webseite befindet sich derzeit noch im Aufbau. In Kürze finden Sie hier detailierte Informationen über Aktivitäten und Veranstaltungen, die sich mit den Kürzungen im Sozial-, Bildungs- und Kulturbereich befassen.

Sie organsieren derzeit selber eine Informations- oder Protestveranstaltung? Senden Sie bitte eine Email an info@zukunftundzusammenhalt.de, damit wir auf der Website darauf hinweisen können.

Bitte besuchen Sie uns in den nächsten Tagen wieder.

Bündnis „Zukunft & Zusammenhalt“ in Dresden gegründet

Offizielle Pressemitteilung zur Bündnisgründung

Breite Unterstützung für Bündnis „Zukunft & Zusammenhalt“
Kritik aus der CDU nicht gerechtfertigt

Am Donnerstag trafen sich rund 100 Vertreter aus dem Sozial-, Bildungs- und Kulturbereich in der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit und gründeten das Bündnis „Zukunft & Zusammenhalt“.   Das Bündnis möchte auf die entstehenden Missstände hinweisen, die durch eine Fortsetzung der derzeitigen Kürzungspolitik entstehen. Es geht ferner um eine Vernetzung der sachsenweit geplanten Aktivitäten gegen weitere Kürzungen und den Anstoß  eines  gesellschaftlichen  Diskurses  über  die  Zukunft  von  Leben  und Arbeiten in Sachsen.

Beate   Hennig,   Vorsitzende   der   Liga   der   Freien   Wohlfahrtspflege,   betonte   in   ihrem Redebeitrag, den notwendigen Erhalt der Teilhabe- und Chancengerechtigkeit im Freistaat. Die  Staatsregierung  müsse  endlich  eine  klare  Prioritätensetzung  für  ein  Miteinander  im Freistaat vornehmen.

Wenke Trumpold, Geschäftsführerin des Kinder- und Jugendring Sachsen, unterstrich noch einmal die Bedeutung der Jugendarbeit für Sachsen. Die Fachkräfte und Leistungsträger von morgen  müssten  heute  schon  eine  gute  Förderung  erfahren,  damit  in  Sachsen  auch zukünftig Höchstleistungen erbracht werden können.

Der Sprecher der Konferenz Sächsischer Studierendenschaften, Michael Moschke, kritisierte die  Debatte  um  Kürzungen  im  Bildungsbereich.  Bereits  jetzt  seinen  die  Hochschulen unterfinanziert.  Anstatt  viel  Geld  in  die  teure  Imagekampagne  „Pack  dein  Studium  in Sachsen“  zu  stecken,  solle  die  Staatsregierung  die  Gelder  besser  direkt  in  die  Bildung investieren.

Sachsens DGB-Vorsitzende Iris Kloppich, sprach sich für den im Bündnisaufruf formulierten Diskurs  über  die  zukünftige  Gestaltung  der  Gesellschaft  aus.  Von  der  Staatsregierung erwarte Sie nun endlich Konzepte für das zukünftige Regierungshandeln.

Ein Sprecher des Bündnisses wies die aus der CDU-Fraktion vorgebrachten Vorwürfe „ein Bündnis der Besitzstandswahrer“ zu gründen zurück. Es sei traurig, dass dies so gesehen werde.  Dem  Bündnis  gehe  es  jedoch  darum,  die  Auswirkungen  der  Kürzungen  für  die Menschen  in  Sachsen  aufzuzeigen.  Es  sei  zudem  beschämend,  dass  Bildungs-  und Sozialbereich  immer  wieder  um  ihre  Existenzberechtigung  kämpfen  müssen,  obwohl  dort entscheidende Leistungen für die Gesellschaft erbracht würden. Wenn die Regierung immer wieder die Bedeutung von Investitionen für die Zukunft hervorhebt, müsse sie jetzt erkennen, dass Kultur, Bildung und Soziales dazugehören. Wer nicht nur auf kurzfristige Effekte aus ist, sondern langfristig und nachhaltig denkt, komme um diesen Fakt nicht herum.

Am 16. Juni werden sich die Unterstützer von „Zukunft & Zusammenhalt“ der Demonstration in  Dresden  anschließen,  um  sich  für  ein  soziales  Sachsen  einzusetzen.  Ab  17.00  Uhr  soll eine Kundgebung vor dem Landtag stattfinden.

Nähere Informationen zum Bündnis finden Sie in auf  www.zukunftundzusammenhalt.de.

Bei Fragen:
Thomas Neumann, Pressesprecher PARITÄTISCHER Sachsen
Tel: 0351/ 49 166 54, Mobil: 0175/ 26 76 137, E-Mail: thomas.neumann@parisax.de

Presseecho, Pressemitteilungen Landtag

Hier finden Sie zeitnah aktualisiert, das Presseecho und Pressemitteilungen der Landtagsfraktionen sowie anderer Organisationen zur Bündnisgründung:

Freie Presse: Bündnis weist Kritik aus CDU-Fraktion zurück

Sächsische Zeitung Online: Bündnis für Soziales Sachsen gegründet

Neues Deutschland: Bündnis will den Rasenmäher stoppen

AD-HOC News: Bündnis weist Kritik aus CDU-Fraktion zurück

Bild.de: Bündnis für soziales Sachsen soll entstehen

Kinder und Jugendring Sachsen e. V.: Bündnis Zukunft und Zusammenhalt gegründet

SPD Fraktion Sachsen: Bündnisbildung: Beschimpfungen sind unsozial und nicht zu tolerieren

AD-HOC News: CDU Fraktion kritisiert neues Sozialbündnis

Bild.de: Bündnis für soziales Sachsen löst Debatte aus

CDU-Fraktion Sachsen: Forderung nach mehr Geld ist unrealistisch

Linke Fraktion Sachsen: CDU-Sozialpolitiker blamiert sich mit Angriff auf Sozialbündnis

JungeWelt.de: Historische Kürzungsorgie

Unterstützung

Organisationen, Vereine,  Einzelpersonen die den Aufruf unterstützen wollen, bitten wir eine E-Mail an info@zukunftundzusammenhalt.de zu schicken oder klicken Sie hier.

Was ist das Bündnis, was will das Bündnis?

Bündnis-Gründung, Vorstellung von Björn Redmann bei der Bündnis Gründung am 27.05.2010

Erläuterung des Bündnisses

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe KollegInnen,

liebe Betroffene der Kürzungen,

ich will kurz für die Koordinierungsgruppe darstellen, was dieses Bündnis ist, was es nicht ist und was es werden will.

Wir sind seit vielen Wochen mit der Bildung des Bündnisses beschäftigt. Einiges ist noch unklar. Was klar ist, will ich Ihnen vorstellen.

  1. Was ist dieses Bündnis?
    1. Breit: es sollen und sind schon viele Verbände im Bündnis. Wir wollen für die Bereiche Bildung, Kultur, Soziales und Arbeit sprechen. Das heißt, dass wir uns von den Gewerkschaften über die Wohlfahrtsverbände und die Bildungsverbände bis zu den Kulturvereinen und den regionalen Vereinen der Sozialen Arbeit breit aufstellen wollen.
    2. Offen: Wir sind bereit für die Mitgliedschaft von Vereinen und Verbänden in den genannten Bereichen, aber geschlossen gegenüber, neonazistischen oder rechtsextremen Vereinigungen. Wir wollen die regionalen und die überregionalen Vereine und Verbände einbinden.
  1. Kämpferisch: Denn es geht um nicht weniger als die Aufstockung der Mittel in den Bereichen Bildung, Kultur und Soziales und die Verhinderung weiterer Kürzungen. Insgesamt geht es um einen breiten gesellschaftlichen Diskurs darüber, wie die Gesellschaft in Sachsen zukünftig aussehen soll. Und das geht nicht, ohne die aktuell herrschende Politik zu kritisieren.
  1. Was ist dieses Bündnis nicht
    1. Kein Alleinvertretungsanspruch: Wir wollen nicht die geplanten Aktionen auf der lokalen Ebene oder im Landeszusammenhang managen oder übernehmen. Wir wollen zusammenführen und unterstützen, was an Aktionen vor Ort geplant ist. Dazu wird es eine Homepage geben, auf der die Aktionen gebündelt werden. Wir bieten ein Dach an, unter das mensch sich stellen kann.
    2. Die Kürzungen in den Bereichen Bildung, Kultur und Soziales betreffen alle Menschen in Sachsen. Es geht hier nicht zu aller erst um die Arbeitsplätze oder um das Überleben von Trägern. Dieses Bündnis will einen Dialog anstoßen und die Bedeutung von Bildung, Kultur und Sozialer Arbeit herausstellen.
  1. Was will das Bündnis werden?
    1. Aktionsgeleitet: Es sollen vielfältige Aktionen vor Ort und in der Landeshauptstadt Dresden stattfinden die dazu geeignet sind, die breite gesellschaftliche Debatte anzustoßen, Kürzungen entgegenzuwirken und die bisher verkündeten Kürzungen zurückzunehmen. Dazu werden die meisten Aktionen nicht vom Bündnis initiiert, sondern von den PartnerInnen vor Ort. Das Bündnis selbst will die Umsetzung der Demo am 16.06.2010 zu einem ersten Höhepunkt machen. Diese Demo soll bunt und voll werden. Weitere Aktionen werden folgen.
    2. Koordiniert: Das Bündnis ist nur so stark wie die Menschen, die in ihm mitarbeiten. Der Koordinierungsrat trifft sich regelmäßig und ist offen für Mitwirkung von Menschen, die im Bündnis aktiv sind. Es sollte aber klar sein, dass diese Mitwirkung im Koordinierungsrat längerfristig angelegt ist.
    3. Kommunikativ: Für die Kommunikation der Bündnismitglieder ist eine Mailgruppe eingerichtet, in der alle Bündnismitglieder stehen werden. Hier sollen Informationen zu Aktionen und Entwicklungen ausgetauscht werden.
    4. Beteiligungsorientiert: Es sollen Arbeitsgruppen gegründet werden, in denen spezielle Themen bearbeitet werden. Die Einrichtung der Arbeitsgruppen soll auf der nächsten Koordinierungsrat- Sitzung stattfinden.